Unternehmen mit älteren Kältesystemen sehen sich zunehmend strengeren Vorschriften gegenüber. Die Regelungen für synthetische Kältemittel werden schrittweise verschärft, während Preise steigen und die Verfügbarkeit sinkt. In der Praxis erleben wir oft, dass Unternehmen abwarten, bis eine Anlage ausfällt oder der Prüfer vor der Tür steht. Mit den neuen F-Gase-Vorschriften ist dieses Warten jedoch keine sinnvolle Option mehr.
Von R-22 zu F-Gasen: Die Vorschriften werden weiter verschärft
R-22, ein HFCKW-Kältemittel, das viele Jahre in Klimaanlagen und Industrieanlagen eingesetzt wurde, ist seit dem 1. Januar 2015 nicht mehr zugelassen. Nach der europäischen Ozonverordnung darf R-22 seitdem in Kälte- und Klimaanlagen nicht mehr nachgefüllt werden. Viele Unternehmen sind deshalb auf HFKW-Kältemittel umgestiegen, die zur Gruppe der F-Gase gehören. Allerdings hat sich gezeigt, dass diese HFKW ein sehr hohes Treibhauspotenzial aufweisen.
Seit dem 11. März 2024 ersetzt die europäische F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 die bisherige Regelung von 2014. Die Europäische Kommission hat diese Verordnung am 7. Februar 2024 verabschiedet, sie ist seit dem 11. März 2024 in Kraft. Damit werden die Quoten für HFKW schneller reduziert und die Anforderungen an Emissionsminderung, Logbücher und Zertifizierungen weiter verschärft. In der Folge wird die Verfügbarkeit synthetischer Kältemittel weiter eingeschränkt und die Kosten steigen deutlich.
Strengere Überwachung und höhere Wartungskosten
Die Vorschriften betreffen nicht nur den Kauf von Kältemitteln. Für Anlagen mit F-Gasen gelten verpflichtende Dichtheitskontrollen, umfangreiche Logbücher und Zertifizierungsanforderungen für das Wartungspersonal. Die Häufigkeit der Kontrollen hängt von der Kältemittelfüllmenge ab, angegeben in Tonnen CO₂-Äquivalent. Je größer die Füllmenge und je höher das GWP, desto häufiger muss die Anlage überprüft werden. GWP steht für Global Warming Potential und beschreibt das Treibhauspotenzial eines Kältemittels. Gleichzeitig wird die Überlastung der Stromnetze zu einem zunehmenden Problem. Unternehmen, die wachsen oder nachhaltiger wirtschaften möchten, stoßen häufig auf lange Wartezeiten für Netzverstärkungen. Neue, stromintensive Kältemaschinen lassen sich dadurch nicht immer problemlos in bestehende Energieinfrastrukturen integrieren.
Wenn Unternehmen sich wirklich bewegen
Die Dringlichkeit wird meist erst dann spürbar, wenn eine Maschine ausfällt. Unternehmen mit Anlagen, die seit 15 bis 20 Jahren mit F-Gasen betrieben werden, stehen dann vor der Wahl: entweder in eine teure Reparatur einer veralteten Anlage mit zunehmend teuren Kältemitteln investieren oder auf eine zukunftssichere Lösung umsteigen. Große Unternehmen stehen zusätzlich unter dem Druck von ESG-Berichten (Nachhaltigkeitsberichte zu Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung) sowie CO₂-Reduktionszielen. Dadurch werden Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial zunehmend weniger akzeptiert.
Kühlen mit Wasserverdampfung statt synthetischer Kältemittel
Auf der Suche nach Alternativen zu synthetischen Kältemitteln setzen immer mehr Unternehmen auf natürliche Kältemittel und Kühlprinzipien mit geringerer Klimabelastung. Oxycom bietet eine Lösung, die nicht unter die F-Gase-Verordnung fällt: die zweistufige adiabatische Kühlung. Das Prinzip ist einfach: Wasser verdampft und entzieht der Luft Wärme, ganz ohne R-22, HFKW oder Ammoniak. In der ersten Stufe wird die Prozessluft indirekt über einen Wärmetauscher gekühlt, wobei die Luft trocken bleibt. In der zweiten Stufe wird die bereits vorgekühlte Luft direkt durch Verdunstung weiter abgekühlt, sodass die Temperatur zusätzlich sinkt. Dieses System arbeitet besonders effizient bei hohen Außentemperaturen, vor allem wenn die relative Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist.
Warum adiabatische Kühlung für Ihr Unternehmen wichtig ist
Keine synthetischen Kältemittel und geringere regulatorische Belastung
Da die Systeme von Oxycom keine synthetischen Kältemittel verwenden, entfallen die spezifischen F-Gas-Zertifizierungen für den Umgang mit Kältemitteln. Es sind keine Dichtheitskontrollen, keine umfangreichen Protokolle und keine steigenden Kosten durch die Verknappung von HFKW-Kältemitteln erforderlich.
Niedriger Energieverbrauch
Die zweistufige adiabatische Kühlung verbraucht bis zu 90 % weniger Energie als die herkömmliche mechanische Kühlung. Das führt direkt zu niedrigeren Energiekosten und einer geringeren Belastung des Stromnetzes, was insbesondere bei Netzengpässen von Vorteil ist.
Wartung durch Ihren eigenen technischen Dienst
Da kein synthetischer Kältemittelkreislauf vorhanden ist, genügen normale technische Kenntnisse für die Wartung. Eine spezielle F-Gas-Zertifizierung ist nicht erforderlich. Dadurch erhalten Unternehmen mehr Flexibilität und können die Wartung intern organisieren.
Zukunftssichere Kälteerzeugung
Angesichts der verschärften europäischen und internationalen Klimagesetzgebung ist eine Kühlung ohne synthetische Kältemittel langfristig die sicherste Wahl. Unternehmen machen sich damit unabhängiger von Knappheit und steigenden Preisen bei F-Gasen und reduzieren gleichzeitig ihren CO₂-Fußabdruck.
Warum natürliche Kältemittel zunehmend an Bedeutung gewinnen
Die jüngste F-Gas-Verordnung und das Nachfüllverbot für R-22 treiben den Markt in eine neue Richtung. Die zentrale Frage ist daher nicht nur, ob Ihr aktuelles Kühlsystem zukunftssicher ist, sondern auch, wann ein Wechsel aus finanzieller und betrieblicher Sicht am sinnvollsten ist.
Möchten Sie erfahren, ob die zweistufige adiabatische Kühlung für Ihr Gebäude, Ihren Prozess oder Ihren Kühlbedarf geeignet ist? Kontaktieren Sie Oxycom für ein unverbindliches Beratungsgespräch.
