In den letzten Jahrzehnten hat sich das Klima weltweit spürbar verändert. Temperaturen, die früher als Ausnahme galten, treten heute in vielen Regionen deutlich häufiger auf. Das zeigt sich jeden Sommer besonders deutlich in Industriebetrieben, die mit ihrem Arbeitsklima zu kämpfen haben: aufgeheizte Hallen, Maschinen, die kontinuierlich Wärme abgeben, Mitarbeitende, die schneller ermüden, steigende Ausfallzeiten und Prozesse, die bei hohen Temperaturen weniger reibungslos ablaufen.
Auch internationale Studien und Branchenberichte bestätigen dieses Bild: Ein relevanter Anteil der Beschäftigten ist jedes Jahr über viele Stunden hinweg hohen Temperaturen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Die Auswirkungen betreffen dabei nicht nur das individuelle Wohlbefinden, sondern auch Produktivität, Qualität und Wirtschaftlichkeit von Unternehmen. Gleichzeitig wächst der Druck, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden; ein angenehmes und gesundes Arbeitsklima wird dabei zunehmend zu einem entscheidenden Faktor.
Wärmebelastung von Industriegebäuden
Kor Foekens - Commercial Director Oxycom: Ich arbeite seit fast 20 Jahren mit adiabater Kühlung, davon sieben Jahre bei Oxycom. In dieser Zeit habe ich Hunderte von Industrieprojekten begleitet, von Bäckereien bis hin zu Produktionsumgebungen mit hohen Wärmelasten. Aus dieser praktischen Erfahrung kann ich mit Überzeugung sagen: Die zweistufige adiabatische Kühlung ist derzeit die zukunftssicherste Form der industriellen Kühlung.
Nicht nur, weil die Technik bei steigenden Außentemperaturen und zunehmenden Wärmelasten nachweislich besser arbeitet, sondern vor allem, weil unsere Kunden dies in der Praxis bestätigen. Unternehmen, die von direkter adiabater Kühlung oder mechanischer Kühlung umgestiegen sind, erleben stabilere Innentemperaturen, niedrigere Energiekosten und mehr Betriebssicherheit bei Wärmespitzen.
Wir setzen also auf eine bewährte Basis und erweitern sie um zusätzliche Kontrolle und Leistung. In diesem Artikel erkläre ich, warum immer mehr Unternehmen auf zweistufige adiabatische Kühlsysteme setzen und welche messbaren Vorteile sich im Arbeitsalltag zeigen.
Warum industrielle Kältesysteme neu überdacht werden sollten
Steigende Außentemperaturen und der wachsende Druck, Energie zu sparen, stellen industrielle Kühlsysteme vor immer größere Herausforderungen. Mechanische Kühlung ist in vielen Produktionsumgebungen aufgrund des hohen Energieverbrauchs, des großen Hallenvolumens, der hohen Wärmelasten und des intensiven Luftaustauschs oft nicht kosteneffizient.
Direkte adiabatische Kühlung war lange eine praktikable Lösung, stößt jedoch bei hohen Außentemperaturen an ihre Grenzen. Einige Grad Kühlung reichen dann nicht mehr aus, und zusätzliche Kühlung führt schnell zu einem zu hohen Feuchteeintrag. Das kann Risiken für Produkte und Prozesse verursachen – etwa bei Papier, Metall oder Lebensmitteln.
Die zweistufige adiabatische Kühlung bietet hier ein bewährtes Gleichgewicht: typischerweise 4 bis 7 Grad tiefere Kühlung als direkte adiabatische Systeme, durchschnittlich 50 bis 70 Prozent weniger Feuchteeintrag und bis zu 92 Prozent geringeren Energieverbrauch im Vergleich zur mechanischen Kühlung.
Die Vorteile der zweistufigen adiabatischen Kühlung
1. Sofortige Senkung von Energiekosten und CO₂, ohne Kompromisse bei der Kühlung
Für Industrieunternehmen ist Nachhaltigkeit längst kein Nebenprojekt mehr, sondern eine klare Vorgabe. Gleichzeitig steigt der Bedarf an effizienter Kühlung. Wer heute noch ausschließlich auf mechanische Systeme setzt, akzeptiert einen hohen Energieverbrauch und eine höhere CO₂-Belastung. Die zweistufige adiabatische Kühlung zeigt, dass es auch anders geht: In der Praxis lassen sich häufig 80 bis 92 % Energie einsparen. Dieses Ergebnis spiegelt sich auch in den Erfahrungen von Unternehmen wider, z. B. bei Heemskerk Fijnmechanica, wo Inhaber Lucien Heemskerk zusammenfasst:
"Das System ist umweltfreundlich, energieeffizient und das Arbeitsklima in der Halle ist angenehm."
Fallstudie: Heemskerk Fijnmechanica profitiert von einem geringeren Energieverbrauch dank IntrCooll von Oxycom.
Die physikalischen Zusammenhänge hinter der zweistufigen adiabatischen Kühlung sind eindeutig, besonders wenn man den Energieverbrauch über die gesamte Stromversorgungskette betrachtet. Ein Kubikmeter Wasser, der vollständig verdampft, liefert 695 kWh Kühlenergie. Zum Vergleich: Bei mechanischer Kühlung werden rund 200 bis 250 kW Strom benötigt, um eine Kühlleistung von etwa 700 kW zu erzielen.
Berücksichtigt man zusätzlich den Wirkungsgrad der Stromerzeugung (40–50 %) und den hohen Wasserverbrauch von Kraftwerken zur Wärmeabfuhr, liegt der gesamte Energie- und Wasserverbrauch mechanischer Kühlung in vielen Fällen drei- bis viermal höher als bei zweistufigen adiabatischen Systemen.
Ein weiterer Vorteil: F-Gase, also synthetische Kältemittel mit starkem Treibhauseffekt, werden nicht benötigt.
Für Unternehmen bedeutet das: niedrigere Energierechnungen, geringere CO₂-Emissionen und eine Kühltechnologie, die den Anforderungen moderner Industrieumgebungen voll gerecht wird.
Mehr Komfort in der Werkstatt, auch an den heißesten Tagen
Der Unterschied ist sofort spürbar: Die zweistufige adiabatische Kühlung arbeitet im Sommer mit 100 % frischer Außenluft, die niedrig eingeblasen wird. Die Luft nimmt die Wärme im Raum auf und gibt sie anschließend nach außen ab.
Zudem lässt sich die Luft gezielt einblasen, sodass bestimmte Zonen besonders effektiv gekühlt werden. In der Praxis bedeutet das: bessere Luftqualität am Arbeitsplatz, weniger stickige und feuchte Luft und häufig auch geringere Ermüdung bei den Mitarbeitenden am Ende des Tages.
Bei 247TailorSteel wurde dieser Effekt nach der Inbetriebnahme besonders deutlich. Carl Berlo, CEO von 247TailorSteel, beschreibt Oxycoms IntrCooll wie folgt:
"Nach der Installation von Oxycoms Systemen sprach niemand mehr über die hohen Innentemperaturen. Es funktioniert einfach. Die Temperatur ist stabil und der Raum fühlt sich angenehm und gut belüftet an. Unsere Mitarbeitenden sind jetzt sehr zufrieden mit dem Raumklima."
Solche Rückmeldungen erhalte ich häufig von Unternehmen, die auf zweistufige adiabatische Kühlung umgestiegen sind: Der Komfort wird vorhersehbar, selbst bei extrem heißen Außentemperaturen.
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Fallstudie: Zweistufige adiabatische Kühlung macht einen Unterschied bei 247/Tailor Steel
3. Hohe Effizienz, mehr Kühlleistung pro kWh, weniger Energieverschwendung
Die zweistufige adiabatische Kühlung kombiniert hohen thermischen Wirkungsgrad mit einer vergleichsweise einfachen Konstruktion.
Ein motorgetriebener Ventilator verbraucht etwa 1 kWh Strom und liefert bis zu 40 kWh Kühlleistung. Zum Vergleich: Herkömmliche Klimaanlagen verbrauchen ebenfalls 1 kWh Strom, erreichen aber im Durchschnitt nur etwa 3 kWh Kühlleistung.
An heißen Tagen zeigt sich der Vorteil besonders deutlich: Sind die Bedingungen für die Verdunstung günstig, steigt die Kühlleistung ohne zusätzlichen Energieverbrauch. Die zweistufige Technologie von Oxycom kann daher 4 bis 7 Grad tiefer kühlen als direkte adiabatische Systeme, während gleichzeitig weniger Feuchtigkeit eingebracht wird.
4. Einfache Installation und Wartung, weniger Komplexität vor Ort
Das System besteht aus einem Luftbehandlungsgerät mit Filtern und Wasser, ganz ohne komplexe Kompressoren oder Kältemittel. Eine F-Gas-Zertifizierung ist nicht erforderlich, was Installation und Wartung deutlich vereinfacht.
Installateure berichten regelmäßig, dass das System überraschend praktisch zu installieren ist. Vorhandene Klimageräte und Lüftungsanlagen können oft weiterverwendet werden. In vielen Fällen lässt sich das System sogar als Vorstufe zu bestehenden Anlagen installieren, so bleiben Investitionen überschaubar und die Amortisationszeit attraktiv.
Einfache Installation von Oxycoms IntrCooll
5. Feuchteregelung, keine klamme Luft, gesundes Raumklima
Häufige Beschwerden bei herkömmlichen Klimaanlagen sind trockene Luft, gereizte Augen und ein Kribbeln im Hals. Zu trockene Luft kann den Komfort mindern und das Wohlbefinden beeinträchtigen.
Die zweistufige adiabatische Kühlung funktioniert anders: Sie trocknet die Luft nicht aus, sondern sorgt für ein angenehmes Raumklima mit ausgewogener Luftfeuchtigkeit. Das empfinden viele Mitarbeitende als frischer und angenehmer, was dazu beiträgt, Beschwerden zu reduzieren.
Während direkte adiabatische Kühlung manchmal mit zu hoher Luftfeuchtigkeit in Verbindung gebracht wird, zeigt die zweistufige Technologie, dass sich die Luftfeuchtigkeit präzise kontrollieren lässt. Durch eine gezielte Steuerung der Einblastemperaturen kann die relative Luftfeuchtigkeit in vielen Fällen bei rund 60 % gehalten werden, ein wichtiger Faktor für Komfort, Produktqualität und Prozesssicherheit.
Für industrielle Prozesse ergibt sich ein zusätzlicher Vorteil: Die Luftfeuchtigkeit lässt sich auf die spezifischen Anforderungen der Produktion abstimmen. Bei Materialien wie Papier, Kunststoff oder Metall kann dies helfen, statische Aufladung, Staubbelastung, Flugrost und unerwünschte Materialverformungen zu reduzieren.
Breite Anwendung in fast allen Branchen, insbesondere dort, wo es richtig heiß wird
Die zweistufige adiabatische Kühlung wird in Bäckereien, großen Produktionshallen, Logistikzentren und Werkstätten eingesetzt. Gerade in diesen Bereichen steigen die Energiekosten für herkömmliche Kühlung oft sehr schnell, sodass effiziente Alternativen besonders relevant werden.
Deshalb setzen immer mehr Unternehmen aus Branchen wie Metallverarbeitung, Logistik, Verpackung und Lebensmittelproduktion auf diese Lösung. Bei Prozessen wie Druck, Kunststoffverarbeitung oder Metallbearbeitung entstehen Wärme, Gase, Dämpfe und Staub. Das System erneuert die Raumluft mehrmals pro Stunde: Wärme und belastete Luft werden aktiv abgeführt, während frische, gefilterte und gekühlte Luft gleichmäßig zu den Mitarbeitenden in der Werkstatt geleitet wird.
Dank des Wärmerückgewinnungsmoduls bietet das System auch im Winter einen Mehrwert. Warme Luft, die sich unter der Decke sammelt, wird zurück in den Arbeitsraum geführt. Gleichzeitig kann dieser Luft frische, kalte Außenluft beigemischt werden, sodass auch im Winter Frischluft mit angenehmer Vorlauftemperatur bereitgestellt wird, ohne zusätzlichen Energieverbrauch.
7. Hygienisch gestaltet, nachweislich sicher in der Anwendung
Hygiene im Umgang mit Wasser ist ein zentrale Anliegen. Besonders wichtig ist es, die Bedingungen zu kennen, unter denen Legionellen entstehen können. Diese treten nur auf, wenn Wasser lange steht, sich auf über etwa 25 °C erwärmt und anschließend über Wassertröpfchen (Aerosole) verteilt wird.
Die Geräte sind so konzipiert, dass diese Risiken zuverlässig vermieden werden. Der IntrCooll von Oxycom arbeitet mit Kontaktbefeuchtung: Das Wasser fließt über ein speziell entwickeltes Verdunstungsmaterial mit HydroChill-Fin-Beschichtung. Dabei gelangen keine Tröpfchen oder Aerosole in den Raum – die Luft strömt am Material vorbei, und das Wasser verdunstet durch Kontaktverdunstung.
Die Tiefenkühlung hält die Wassertemperatur unter 20 °C, und mindestens einmal täglich wird das Gerät entleert und das Verdunstungsmaterial getrocknet. Unsere Systeme sind nach den neuesten verschärften Normen VDI 6022 zertifiziert zertifiziert und damit nachweislich sicher.
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Praxiserfahrung und nachgewiesene Kundenzufriedenheit
Was mich persönlich am meisten überzeugt, sind die Rückmeldungen von Kunden. Unternehmen, die zunächst auf direkte adiabatische Kühlung gesetzt haben und später auf zweistufige Systeme umgestiegen sind, berichten immer wieder, dass sie insbesondere die bessere Leistung bei hohen Außentemperaturen sowie die berechenbare Qualität von Komfort und Luft schätzen.
Auf unserer Website finden Sie mehrere Referenzen und Fallstudien von Produktionsunternehmen und Logistikzentren, die täglich von einem stabilen, komfortablen und energieeffizienten Raumklima profitieren. Diese Fallstudien spiegeln exakt die Ergebnisse wider, die wir unter ähnlichen Bedingungen technisch messen.
Entscheiden Sie sich für sorgenfreie Klimakontrolle
Der Kühlbedarf steigt, das Klima verändert sich, Energie wird knapper, und die Überlastung der Netze beeinträchtigt die Stromverfügbarkeit. In diesem Umfeld ist die zweistufige adiabatische Kühlung kein Experiment, sondern eine bewährte Lösung.
Aus meiner Erfahrung bietet dieses System eine überzeugende Kombination aus Komfort, Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit. Unternehmen, die bereits auf diese Technologie umgestiegen sind, berichten häufig, dass sie sich endlich auf ihre Klimaregelung verlassen können: weniger Energieverbrauch, mehr Komfort und mehr Kontrolle, mit einer Lösung, die mit den Anforderungen des Klimawandels mitwächst.
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